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Beschreibung des Wappens der Gemeinde Hausen/Wied


WAPPENBESCHREIBUNG
Schild mit Göpelschnitt geteilt; vorn in Blau ein nach links gebogener silberner Zweig mit Blättern und 2 Blüten, hinten in Silber ein schwarzes Deutschordenskreuz, unten in Rot eine silberne Kapelle mit 2 Seitenschiffen.

WAPPENBEGRÜNDUNG

Rosenzweig

Das Zisterzienserkloster Marienstatt erwirbt in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts den Langscheider Hof. Von dort aus wird Solscheid gegründet, später der Hof Seidenhahn und weiterer Grundbesitz in der Gemeinde erworben. Die Marienstätter sind bis Anfang des 19. Jahrhunderts in der Gemeinde anwesend und übten zeitweise einen bedeutenden Einfluß aus. Sie führen in ihrem Wappen einen blühenden Rosenzweig, von dem ein Ausschnitt in das Wappen der Gemeinde Hausen (Wied) übernommen wird.

Deutschherrenkreuz

Seit 1260 bis zu seiner Auflösung im Jahre 1809 unterhält der Deutschherrenorden in Waldbreitbach eine Commende, die auch Sitz eines Ordenscomturs ist. Der Commende steht das Patronatsrecht und das Zehntrecht für dieses Gebiet zu. Sie erwirbt zahlreiche Besitzungen, so auch um etwa 1320 den Hausener Hof aus dem Besitztum der Neuerburg. Unter anderem gehörten den Deutschherren die "Güter um die Bitz", der Bremscheider Hof und der Hof Hähnen.
In ihrem Wappen führten die Deutschherren ein schwarzes Tatzenkreuz auf silbernem Grund. Dieses wird in Erinnerung an die jahrhundertelange Anwesenheit des Ordens ins Wappen der Gemeinde Hausen (Wied) übernommen.

Kreuzkapelle

Vorwiegend waren es die Einwohner der Hunschaft Bremscheid, hier im besonderen die Bewohner des Hausener Hofes, welche über die Existenz einer alten Felsengrotte berichten, in der das seit vielen Jahren dort befindliche Kreuz verehrt wurde. An diesem Standort, unmittelbar am Fuße des Felsens, an dem seinerzeit der Heg durch die Wiedfurt vorbei führte, wird dann um 1694 aus Anlaß der Kreuzverehrung die Kreuzkapelle errichtet.
In den Jahren 1862 und 1863 wird die Kreuzkapelle zum Ausgangspunkt für die Gründung der beiden Ordensgemeinschaften, der Franziskaner vom hl. Kreuz in Hausen und der Franziskanerinnen B.M.V.A. in Waldbreitbach. Ihre sozialpflegerische Arbeit ist in der Folgezeit von bedeutendem Einfluß, auch auf die Entwicklung der Gemeinde Hausen, deren heutige Wirtschaftsstruktur von den hier geschaffenen vielfältigen und modernen Einrichtungen zur Krankenpflege wesentlich geprägt wird. Ausgehend von dieser so bedeutsamen Entwicklung, die in der Kreuzkapelle ihren Anfang nahm, wird die Gemeinde Hausen (Wied) die Kapelle in ihrem Wappen führen.