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Rodeln auf dem Malberg

In der Ortsgemeinde Hausen/Wied befand sich die einzige Ski-Piste für alpinen Abfahrtslauf im vorderen Westerwald


Die Skipiste auf dem Malberg (Ortsteil Hähnen) ist nicht mehr in Betrieb. Zum Rodeln bietet sich der Hang aber immer noch an.

Mit nördlicher Ausrichtung, einer Gesamtlänge von rd. 470 m und einer Höhendifferenz von rd. 110 m (365 m NN - 260 m NN) war es der längste Abfahrtshang im größeren Umkreis. Betreiber der Anlage war der am 15.09.1964 gegründete und am 22.09.2011 aufgelöste Verein Ski-Piste Malberg e.V. mit Geschäftsführung in der Verbandsgemeindeverwaltung Waldbreitbach.
Neben dem Ski-Abhang mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden gibt`s abseits der Piste Übungshänge sowie Abfahrten für die Rodler.

Erbaut wurde die Anlage im Herbst 1964 von der renomierten Firma Doppelmayer aus dem österreichischen Wolfurt/Vorarlberg im Auftrag des damaligen Amt Neuerburg, welches heute der Verbandsgemeinde Waldbreitbach entspricht. Die Eröffnung fand am 26.12.1964 unter Beteiligung des in den 60er Jahren zu den besten deutschen Ski-Rennfahrern gehörenden Willi Bogner jun. statt. Willi Bogner wurde später auch durch seine spektakulären Filmaufnahmen im alpinen Wintersport ("Feuer und Eis", versch. James-Bond-Filme) sowie mit seiner Bekleidungsfirma "Bogner" bekannt.

Ein Novom für die Region war die Möglichkeit Kunstschnee herzustellen. Mittels des benachbarten Malbergsees und zwei leistungsstarken Luftkompressoren in der Bergstation ließ sich über ein Rohr- und anschließbares Schneekanonensystem aus dem Wasser des Sees und der komprimierten Luft für den Bedarf Kunstschnee produzieren. Zu jener Zeit gehörte die Anlage zu den größten Kunstschneepisten Europas. Aufgrund seiner Uneffizienz wurde die Kunstschneeanlage allerdings Mitte der 70er-Jahre verkauft und demontiert.

Nach der nun beschlossenen endgültigen Stilllegung des Liftes ist beabsichtigt, bis auf den ersten Bogen die übrigen Elemente der Seilbahn zu demontieren. Somit ist der alpine Skisport im vorderen Westerwald Geschichte.

Die der Bergstation zugehörige Ski-Hütte wurde bis zum März 2007 als Ski-, Ausflugs- und Wanderlokal geführt. Aufgrund des maroden Zustandes der Ski-Hütte entschloß sich die Gemeinde Hausen als Eigentümerin den Gastraum neu zu errichten. Im August 2007 wurde der Gastraum-Bereich abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Im Hinblick auf den vorbeiführenden Westerwaldsteig eine Investition in die touristische Zukunft des Malbergs.

Weitere Auskunft: Touristik-Verband Wiedtal e.V.: 02638 4017.